LÄNDERINFOS ISLAND

Das ist Island!

 

Island ist ein Land der Gegensätze bzw. bietet eine unglaubliche Vielfalt an
Naturphänomenen, die jeden Besucher begeistern wird: Aktive Vulkane und mächtige Gletscher bescheren der Insel den Beinamen „Land aus Feuer und Eis“, Wasserfälle – einer schöner als der andere, skurrile und bizarre Lavaformationen – von ausgedehnten Lavafeldern hin zu riesigen Lavahöhlen, der Ur-Geysir und Namensgeber aller heißen Springquellen auf der Welt, unberührtes Hochland mit farbenprächtigen Gebirgszügen, Fjord- und Küstenlandschaften bieten der Vogelwelt einzigartige Nistbedingungen und Geothermalbäder dienen Einheimischen und Besuchern zur puren Entspannung. Über allem erleuchtet der Himmel im Licht der Mitternachtssonne oder im Funkeln der Polarlichter
(Aurora Borealis).

 

Lassen auch Sie sich begeistern!

 

Geologie

 

Island ist vor ca. 20 Mio. Jahren aus einem Hot Spot auf dem mittelatlantischen Rücken entstanden. Ein unterirdischer Vulkanausbruch, dem viele weitere folgten, ist der Ursprung der Insel, die im Laufe der Jahrmillionen vom Zentrum auseinanderdriftet. Die ältesten Landesteile befinden sich demzufolge an den Küsten, während sich der erdgeschichtlich jüngste Bereich quer durch die Mitte der Insel zieht, die sog. aktive Vulkanzone. Überall in Island gibt es heiße Quellen, die heutzutage größtenteils kanalisiert sind und zur Beheizung bzw. Warmwasserversorgung des Landes dienen. Ebenfalls befinden sich auf der Insel noch aktive Vulkane, die durchschnittlich alle 5 Jahre zum Ausbruch kommen. Der letzte große Vulkanausbruch fand 1971 auf den Westmänner Inseln statt. Noch heute kann man hier über die neue und noch immer warme Lava fahren.

 

Die Isländer

 

Isländer sind ein sehr betriebsames Volk. Sie arbeiten hart und viel, durchschnittlich
41,8 Stunden pro Woche, wobei sie mehrheitlich im Dienstleistungssektor tätig sind, obwohl das größte Steueraufkommen in der Fischindustrie erzeugt wird. Da diese jedoch nahezu vollständig automatisiert ist, sind hier noch wenige Arbeitsplätze vorhanden. Die Arbeitslosenquote beträgt ca. 9% jetzt in den Zeiten der Krise, zuvor betrug sie ca. 3%.
Trotz ihrer Betriebsamkeit vergessen die Isländer nicht das Feiern und natürlich auch nicht das Trinken. Hier ist erfreulich zu bemerken, dass zwar immer mehr Bier konsumiert wird, dafür aber der Verbrauch von harten alkoholischen Getränken in den letzten Jahren zurückging. Isländer ernähren sich mehrheitlich von im Land produziertem Fleisch wie Lamm, Rind, Schwein und Geflügel mit den dazugehörigen Nebenprodukten sowie allen in heimischen Gewässern gefangenen Fischsorten. Die Gemüseproduktion besteht aus Tomaten, Gurken, Kartoffeln und Weizen. Alle übrigen Lebensmittel werden importiert. Isländer haben innerhalb von Europa die höchste Lebenserwartung und sind gleichzeitig das jüngste Volk, mit einem Anteil von 23% der unter 15jährigen. Deutschland im Vergleich dazu hat einen Anteil von 15%. Island ist eines der wenigen Länder Westeuropas mit steigenden Einwohnerzahlen: Von 1950: 143 000EW, 1995: 268 000EW über 2005:291000EW. Für 2030 werden 342 000EW prognostiziert. Knapp über die Hälfte der Einwohner lebt im Ballungsraum der Hauptstadt Reykjavík, der nördlichsten Hauptstadt der Welt.

 

Wirtschaft des Landes

 

Trotz seiner relativen Größe - es ist genauso groß wie die neuen deutschen Bundesländer (103 000qkm) - und einer Einwohnerzahl, die der einer deutschen mittelgroßen Stadt entspricht (319 368 EW), verfügt Island über ein vollständig ausgebildetes Staats- und Wirtschaftssystem und einen höheren Pro-Kopf-Lebensstandard als die Bundesrepublik Deutschland. Das BIP wuchs von 1995-2003 durchschnittlich um 2,5%, momentan stagniert es. Neben dem traditionellen Wirtschaftsbereich Fischerei haben sich die Zweige Tourismus und Internettechnologie zu immer größerer Bedeutung entwickelt. Die Anzahl der jährlich nach Island kommenden Touristen ist stetig steigend und hat im Jahr 2000 erstmalig die Gesamteinwohnerzahl Islands überschritten, in 2009 waren es ca. 500 000 Gäste. Die meisten Besucher von Island sind die Deutschen, gefolgt von den Briten und US-Amerikanern. Neben dem traditionellen Landaufenthalt ist auch Kreuzfahrt-Tourismus bedeutsam. Island gehört aufgrund der Fischerei-Abhängigkeit des Landes nicht der EU an, jedoch einer Vielzahl anderer Organisationen und hat sich aus seiner historischen Isolation befreit, nicht zuletzt aufgrund des Ausbaus moderner Flugverbindungen des Landes mit dem Kontinent. Es hat in 2009 jedoch einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt.

 

Politisches System

 

Es gibt in Island 5 Parteien, die im Althing, dem isländischen Parlament, vertreten sind und
63 Abgeordnete stellen, und einige kleine Splitterparteien. Olafur Ragnar Grimsson wurde am 26.06.2004 zum neuen Staatspräsidenten des Landes gewählt. Die Regierung wird ab 2009 von einer Koalition der sozialdemokratischen und der grünen Partei gestellt.

 

Geschichte

 

Das Land wurde im 9. Jahrhundert n. Chr. von Wikingern und irischen Kelten besiedelt. Es gibt in Island eine lange kulturelle Tradition, die sich in der Literatur wie z.B. in den isländischen Sagas als auch einer Vielzahl von zeitgenössischen Autoren niederschlägt. Aber auch in den Bereichen Malerei, Musik und Theater können die Isländer bedeutsame Leistungen vorweisen.

 

Sprache und Religion

 

Die Sprache Islands ist isländisch, abstammend vom Altnorwegischen, der Sprache der Wikinger. Die Isländer sind sehr um den Erhalt ihrer Sprache bemüht. So werden beispielsweise neue Vokabeln wie Computer oder Mobiltelefon einfach mit neuen isländischen Wortkreationen übersetzt. Das Wort Computer, im isländischen Tölva, heißt demnach wörtlich übersetzt, Hexenrechner.


Isländer sind zum überwiegenden Teil protestantischen Glaubens, aber auch heidnischer Glaube ist zum geringen Teil noch vorhanden. In Reykjavík gibt es auch eine römisch-katholische Kirche, die sonntags zur Messe einlädt.

 

Isländische Küche

 

Als Insel im Nordmeer werden auf Islands Speisekarten Fischgerichte groß geschrieben – Hummer, Lachs, Krabben, Kabeljau sind überall zu finden. Auch das isländische Lamm gilt als besondere Spezialität. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an hochwertigen und exklusiven Restaurants in Reykjavík und auf dem Land. Einheimische Spezialitäten mischen sich mit internationalen Einflüssen und präsentieren für jeden Gaumen etwas.

 

Uhrzeit

 

In Island gilt ganzjährig die Greenwich Mean Time (GTM). In den Sommermonaten muss man also seine Uhr um 2 Stunden zurückstellen, im Winter um 1 Stunde.

 

Öffnungszeiten und Feiertage

Die Geschäfte in Island haben Mo-Fr von 09-18 Uhr geöffnet, Sa von 09-16 Uhr. Sonntags sind im Zentrum von Reykjavik touristische Geschäfte geöffnet und ein Supermarkt. Die Banken sind Mo-Fr von 09-16 Uhr geöffnet.
Neben den bekannten evangelischen Feiertagen gibt es zwei zusätzliche Feiertage:
am 17. Juni den Nationalfeiertag und am ersten Montag im August den Handelsfeiertag.

 

Währung und Bezahlung

 

Die isländische Währung ist die isländische Krone. Den aktuellen Wechselkurs können Sie unter  www.oanda.com einsehen. Ein vorheriger Geldwechsel ist derzeit nicht möglich (Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Hausbank). Geld kann an den Automaten im Land mit EC-Karte oder Kreditkarte abgehoben werden oder in bar in den Banken getauscht werden. Auch werden die gängigen Kreditkarten in nahezu allen Geschäften akzeptiert.
In isländischen Restaurants sind grundsätzlich die MwSt. und das Trinkgeld im Preis enthalten.

 

Ausweispapiere und Reisedokumente

 

Für europäische Staatsbürger genügt in Island ein Personalausweis. Aufgrund des Schengener Abkommens findet am Flughafen häufig keine Passkontrolle statt. Bürger anderer Nationalität benötigen ein Visum, das sie beim zuständigen Konsulat oder der isländischen Botschaft erhalten. Es sind keine Impfungen für Island vorgeschrieben. Jedoch ist es ratsam, die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mitzunehmen. Diese erhalten Sie bei Ihrer persönlichen Krankenkasse..

 

Kleidung und Ausrüstung

 

Da das Wetter in Island schnell wechseln und die Temperatur schwanken kann, ist es ratsam, auf alle Eventualitäten entsprechend der Saison vorbereitet zu sein. Gemäß dem Zwiebelprinzip sollte man mehrere „Schichten“ an Kleidung einpacken. Denken Sie auch an wind- und wasserfeste Kleidung (im Sommer als Überzieher), festes Schuhwerk für unwegsames Gelände, Kopfbedeckung, Tuch/Schal, Sonnenbrille und vor allem Badebekleidung und Handtuch für die vielen Thermalbäder. Ein Fotoapparat oder Kamera sollte auch immer im Gepäck dabei sein.


Die elektrische Spannung beträgt 220-230 V, 50 HZ, es ist kein Adapter nötig, und die Stecker entsprechen dem deutschen System.

 

Das Klima in Island - Besser als sein Ruf!

 

Aufgrund des warmen Golfstroms ist das Klima in Island wärmer als in anderen Regionen dieser Breitengrade. Die Winter sind vergleichsweise mild und die Sommer eher kühl. In den letzten Jahrzehnten ist ein leichter Anstieg der Durchschnittstemperaturen zu verzeichnen, was sich am Rückzug einzelner Gletscherzungen bemerkbar macht und möglicherweise auf die globale Klimaerwärmung zurückzuführen ist. Am wärmsten ist es auf der Nordatlantikinsel in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August, wobei die Temperaturen jedoch selten über 20°C steigen. Die niedrigste Durchschnittstemperatur wird im Januar gemessen.

 

Die geringsten Niederschläge fallen in Island in den frühen Sommermonaten, wobei es z.T. massive lokale Unterschiede gibt. Im Nordosten ist es tendenziell eher trockener, da sich von Süden kommende Wolken häufig über dem 8.400 km² großen Gletscher Vatnajökull ausregnen. Auch die Sonnenscheindauer ist daher im Gebiet des Mývatn etwas höher als in anderen Regionen des Landes.

 

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